Wie auch schon im zweiten Weltkrieg setzte die Regierung auf den häuslichen Luftschutz. Aus diesem Grund wurden auch so wenige öffentliche Schutzräume gebaut. Man begründete das mit der Aussage: " Die öffentlichen Schutzräume sind nur für die Menschen, die im Krisenfall auf der Straße sind." Dadurch enstand eine Vielzahl von Fertigschutzräumen. Als erste Maßnahme wurden die noch vorhandenen Bunker aus dem 2. Weltkrieg wieder instandgesetzt und slellenweise für einen Langzeitafenthalt umgebaut. Die Zivielbevölkerung wurde animiert, sich eigene atomsichere Bunker zu erstellen, ähnlich wie schon das Umbauen der Keller in einen Luftschutzraum im Zweiten Weltkrieg. Gefördert wurde der private Schutzraumbau durch Zuschüsse ,deren Höhe sich nach der Anzahl der Schutzplätze richtete. Trotz dieser Förderung wurde in der BRD nur Schutzräume für 3% der Bevölkerung geschaffen.Baden Württemberg war sogar nur mit 2,18 % unterdurchschnittlich vertreten.
In Stuttgart wurden 85 private Maßnahmen von 5 - 25 Schutzpätzen gefördert. Seit 1.8.1990 wurden keine Anträge auf Förderung mehr entgegengenommen.
Viele private Schutzbauten liegen heute brach im Keller oder Garten, werden inzwischen zweckfremd genutzt oder sind sogar längst abgerissen worden. Wo sie sind, weiß kaum jemand. Die Eigentümer haben meistens schon während des Kalten Krieges nicht viel darüber gesprochen.Erst ab 2010 können die privaten, ehemals vom Bund bezuschussten Privatbunker entwidmet werden und für eine andere Nutzung, wie Sauna oder Lagerräme offiziell umgenutzt werden.

Die Firma Thyssen hatte eine Röhre im Verkaufsprogramm

Ein Kugelbunker von der Firma Presser