Der Reichsluftschutzbund hält ab September 1933 Vorträge über den Luftschutz in Stuttgart.
12. September 1933 Die Baupolizei richtet eine Beratungsstelle für Luftschutzbauten im 1. Stock der Markthalle ein.
12. Oktober 1933 Im Rahmen einer Luftschutzwerbewoche wird im Eberhard-Ludwig-Gymnasium durch den RLB (Reichsluftschutzbund) demonstriert, wie Atemschutzgeräte anzuwenden und Phosphor - oder Brandbomben zu löschen sind.
15. Januar 1934 Ein knappes Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erging ein Erlass des Luftfahrtministeriums, dass die Behördenleiter unter den ältern Bediensteten Selbstschutzleute bestimmen mussten. Wenige Monate später wurde dies auf die Kirchen ausgeweitet. Dies alles geschah unter strenger Geheimhaltung.
Am 3. November 1934 veröffentlicht das Amtsblatt den Termin von einer kostenlosen Vorlesung, auch für Laien verständlich, über die „Toxikologie der Kampfstoffe“.
24.-26. Mai 1935 Der RLB veranstaltete eine Übung für seine Mitglieder mit dem Thema Löscharbeiten und Behandlung von Verletzten.
5. Januar 1935 Die Stuttgarter Bevölkerung wird auf den Luftschutz weiter vorbereitet mit einer Ausstellung die durch Gauleiter Murr eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen Brandbomben, Giftstoffe und Möglichkeiten des Selbstschutzes.
26. Juni 1935 Mit der Veröffentlichung des Luftschutzgesetzes wurden die geheimen Vorbereitungen publik gemacht. In der Stadt werden daraufhin hohe rote Blechbomben auf hölzernen Sockeln mit der Aufschrift „Luftschutz tut not“ aufgestellt, die zum Bau von Luftschutzräumen und zur Entrümpelung des Dachbodens aufrufen.
Am 28. Mai 1936 gab es die 1. Verdunklungsübung und am
19. November 1936 die erste Luftschutzübung in ganz Stuttgart. Dabei mussten die Menschen ihre Keller aufsuchen.
Ab 1937 wurden Volksgasmasken verkauft. Das Stück kostete 5 RM. Sozial Schwache bekamen sie für 50 Rpf. Bis Ende 1940 wurden in Stuttgart 248.000 verkauft. Die Schutzwirkung des Filters reichte für 20 Minuten. Es erschienen dazu Abbildungen der Volksschutzgasmasken in der Tagespresse und die Aufforderung diese zu kaufen. Die Maske war bei der Bevölkerung nicht sehr begehrt. Das Jahr 1937 war gezeichnet von militärische und halbmilitärische Übungen. Die Luftschutzhelfer, meistens Frauen, absolvierten ihre Lehrgänge mit unterschiedlichem Erfolg.
Ab Mai 1937 mussten nach der dritten Durchführungsverodnung zum Luftschutzgesetz die Dachbödenund andere bradgefährteten Bauteile von allem brennbaren befreit werden.
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