Beachtung verdient die Tatsache, dass sich die Produktion vieler deutscher Rüstungszweige, trotz der umfangreichen alliierten Luftoffensiven, bis zum September 1944 immer wieder erholen und sogar steigern konnte. Dies mögen auch die Gründe sein, dass eine unterirdische Produktion lange vor sich hergeschoben wurde. Mit der zunehmenden Luftüberlegenheit der Alliierten nahm die Gefährdung kriegswichtiger Produktionsstätten drastisch zu. Hierbei wurden neben eindeutig militärischen Zielen bald auch systematisch Zivilziele und produzierende Betriebe angegriffen. Die hierbei erzielten Schäden resultierten dabei in empfindlichen Produktionsminderungen, die bis zu einem totalen Produktionsausfall führten. In Stuttgart, mit seinem hohen Anteil an kriegswichtigen Produktionsstätten wurde diesem Problem Rechnung getragen. Es fand als erste Maßnahme eine Dezentralisierug in den ländlichen Raum statt. Dies war nicht ausreichend. Deshalb wurden auch die Produktion von den Stuttgarter Firmen zunehmend in den Untergrund verlagert. Dazu benutzte man bereits bestehende Höhlen, alte Bergwerksstollen, Tunnels oder tiefe Keller. Speziell dafür wurden auch Stollen gegraben. Die Örtlichkeiten der Untertageproduktion wurden alle unter Tarnnamen geführt.
Dies erfolgte unter der höchsten Geheimhaltungsstufe. Es ist deshalb heute sehr schwer dies zu recherchieren und wir dürfen gerade auf diesem Gebiet, in den kommenden Jahren noch mit macher Überraschung rechnen.
Zu diesem Thema gibt es im Shop eine Broschüre