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Geschichte und Geschichten, Pragsattelbunker

Der Bunker im 2. Weltkrieg
Paul Bonatz, der Architekt vom Stuttgarter Hauptbahnhof, war auch  für die Gestaltung und den Standort dieses Bunkers verantwortlich. Wenn man den von Paul Bonatz geschaffenen Wasserturm von 1908 im Degerlocher Wald betrachtet, ist der Bunker am Pragsattel sein großer Bruder dazu. Bonatz fand die Gestaltung von Bunkern eine herausragende Aufgabe für Architekten. So stammt der Bunker der Deutschen Reichsbahn in Berlin in der Albrechtstraße von seinem Bruder Karl . 

Der Bunker als Wohnheim
Der Bunker wurde als Wohnheim für Männer eingesetzt. Zum 9. Januar 1964 wurde der Pragbunker als letzter Bunker, der als  Notunterkunft diente, geräumt. Die dort untergebrachten Männer beziehen ein Wohnheim der Heilsarmee in der Hauffstraße.

Der Bunker im Kalten Krieg
Im oberen Stockwerk wurden Räume für eine Messstelle der Radioaktivität eingerichtet (BAMSt - Beobachtungs- und ABC-Meßstellen). Anschlüsse dafür sind auch heute noch vorhanden. Geräte dafür gab es aber zu keinem Zeitpunkt. Eine eigene Notstromversorgung im Gebäude gab es nicht. Es ist ein Anschluß für ein mobiles Aggregat am Osteingang vorhanden, an dem dies angedockt werden kann.