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Der Schutzraumbetriebsdienst

Alle Bauwerke die sich in Zivilschutzbindung befanden wurden in Stuttgart vom Schutzraumbetriebsdienst betreut. Dieser war zu Beginn eine Einheit des Amts für Zivilschutz und wurde nach dessen Auflösung 1990  in die Berufsfeuerwehr (Branddirektion) der Stadt Stuttgart integriert. Bis 2007 betreute der Schutzraumbetriebsdienst 46 Schutzbauten in Stuttgart. 2008 wurde das gesamte Immobilien- und Gebäudemanagement in Stuttgart zentralisiert. In diesem Zug wechselte der Schutzraumbetriebsdienst zum Amt für Liegenschaften und Wohnen.

Im Schutzraumbetriebsdienst konnte prinzipiell jede und jeder mitwirken. In der Hauptsache setzt er sich aus Helfern zusammen, welche dort ihren Ersatzdienst leisten. Das heißt, diese Helfer sind nicht zur Bundeswehr gegangen, sondern leisteten ihren Dienst beim Schutzraumbetriebsdienst ab. Dies entsprach zum Beispiel einem Dienst beim THW oder der Freiwilligen Feuerwehr.

Der Schutzraumbetriebsdienst in Stuttgart war einer der ersten Einheiten dieser Art bundesweit und hat immer hohes Ansehen genossen. Die Kosten für diese Einheit  übernahm die Bundesregierung. Diese Einheit wartete die Bunker die sich in der Zivilschutzbindung befanden und wären in einem Krisenfall für die Inbetriebnahme der Schutzbauwerke zuständig gewesen.

2007 kündigte der Bundesinnenminister an, alle Schutzbauwerke in Deutschland aus der Zivilschutzbindung zu nehmen, das bedeutete,die Bauwerke wurden entwidmet. Begründet wurde  dies mit dem Argument, dass Kriege, für die diese Bauwerke gebaut wurden, in dieser Form nicht mehr stattfinden werden. Der Schutzraumbetriebsdienst wurde deshalb sugzessive bis 2011 aufgelöst. Da die Bundesregierung ihr Schutzraumkonzept geändert hat, werden die Bauwerke nach dem Nutzungskonzept von 2007 in dieser Form nicht mehr benötigt. Mit der Aussetzung des Wehrdienstes zum 01.07.2011 sind die letzten Dienstverpflichteten freigestellt worden.

SRBD bei einer Übung in der MZA Hauptbahnhof